Die äußere Wahrnehmung

10.09.2018 03:55

Der Gesichtskreis

 

...der Gesichtskreis definiert meine AN-SICHT.

An-Sicht im Sinne des von mir (als) wahr-genommenen Erkenntnisfeldes.

Dem WAHR-NEHMEN geht immer das AN-NEHMEN einer SICHT(-WEISE) voraus. Die Sichtweise entsteht durch die innere Bildung welche die äußeren Zusammenhänge erlebbar macht. Sie findet im präverbalen Erlebnisbereich statt und wird (je nach Fähigkeit und Zugehörigkeit im sozialen und kulturellen Bereich, später ausformuliert und erklärbar gemacht.) Im Großen dominieren hier die Glaubensanteile.

Ansichten sind i.d.R. größer wie das angelernte Wissen und im Umgang damit der präverbalen und allgemeinkollektiven Wahrheit näher. Sie werden jedoch wieder durch die Unfähigkeit aus der Sprachbildung verzerrt und real unbrauchbar. Das Umsetzen von Ansichten in die menschliche Realität bedarf eines aktiven präverbalen Informationsstandes und Bewußtseins. Die Interpretationen sind sehr vielschichtig zu handhaben und entsprechen niemals einer aktuellen Problemlage. Dieser wird durch ER-FAHRUNG begegnet. Was heißt, es fließen einzelne persönliche Erlebnisse mit präverbalen Erlebnissen zusammen, welche äußere Zusammenhänge[1] erkennbar macht.

 

Gesichtskreise sind bei jedem Anliegen wieder neu zu bilden und es ist zu verstehen, daß eine flächige Wahrnehmung und lineare Sicht der Annahmen zu Trugschlüssen führt. Vielmehr paßt in diese Vorstellung eine einer Kugel und die„äußeren Erkennungsmerkmale“ sind eine Vielzahl beweglicher und frei schwebender Punkte darin, welche wir erfassen und erkennen wollen.

 

Wer die Kraft seiner Ansichten stärken will und den Schwerpunkt seiner Lebensführung darauf legt, ist gut beraten, „ZU-FÄLLE“ (= äußere Einwirkungen von Fremdtaten, welche nicht durch Erkenntnis abgewehrt wurden und somit auf das Er-Leben einwirken) soweit wie möglich auszuschalten. Je umfassender und genauer das Regelwerk des eigenen Lebens ist umso größer wird der Freiraum für Ansichten. Weiters ist noch wichtig zu sagen, das Askese und rituelles Leben nur dann notwendig sind, wenn große Bereiche der Ansichtsbildung im Unbewußten ablaufen.

Besser ist es, soweit wie möglich bewußt zu leben und soweit wie möglich die verbale Welt nur zu nutzen und sich nicht in ihr zu beteiligen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



[1] „äußere Zusammenhänge“ und was dieser Gruppe zugehört, sind immer Kontakte mit elementaren Kräften, welche dieserart in die menschliche Wahrnehmung einfließen.